EINE LEGENDE TRITT AB –

PETER PULINA BEENDET KARRIERE

Wir schreiben den 27. Mai 2018. Der SuS bestreitet sein letztes Spiel der Saison, spielt ein gutes Derby beim FC Marl II und verdient sich den Punkt beim 3:3. Wieder einmal gesellte sich ein Spieler in die Torschützenliste, bei dem es eher eine Überraschung ist, wenn er nicht trifft: Peter Pulina. Goalgetter vom Dienst, jemand, der längst Legenden-Status im Dorf erreicht hat. Peter Kappert, sein heutiger und schon in jungen Jahren erster Trainer seiner Laufbahn, hat seinen Schützling die gesamte Karriere begleitet. „Als Peter 1997 zum SuS kam, war er ein gut entwickelter, ehrgeiziger, fröhlicher und großzügiger Junge“, sagt Kappert über seinen Stürmer und ergänzt: „Bis heute sind seine sehr positiven Eigenschaften geblieben.“ Niemand würde dem Coach widersprechen. Ob für Jugend- oder Altherrenspieler – Pulina stand als Ansprechpartner immer zur Verfügung, in guten und weniger guten Zeiten. Doch der Reihe nach. Schließlich gilt es eine Karriere zu chronologisieren, die seinesgleichen sucht.

Zum Abschiedsinterview treffen wir Pulina im Kurzurlaub an der italienischen Toscana. Die Saison war kräftezehrend, Entspannung steht auf der Tagesordnung. „Natürlich bin ich enttäuscht, dass es nur für Platz drei gereicht hat. Vielleicht war mehr drin. Aber wir können trotzdem zufrieden sein mit dieser Spielzeit“, blickt der Torjäger noch einmal auf die vergangenen Monate zurück. Mit 24 Treffern reiht sich der 31-Jährige an zweiter Stelle in der Torschützenliste ein. Dass er regelmäßig und ligaunabhängig zweistellig trifft gehört zum guten Ton im Hause Pulina. „Mindestens 20 Tore waren immer mein persönliches Ziel für die Saison.“ Gesagt, getan. Als die Marler Zeitung in Person von Jochen Sänger 2013 Pulina in einem Artikel mit der Überschrift „Der Messi der Kreisliga“ tituliert, zieht sich PP20 weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück. „Der mediale Rummel war heftig“, gesteht Pulina. Interviewanfragen wurden abgeblockt, der Verein ließ Pulina eigens zum Training fahren, damit sein Auto nicht an der REWE-Arena erkannt wird. Umso mehr freuen wir uns, dass er sich im Urlaub für uns Zeit nimmt.

1997 – EIN GLÜCKSJAHR FÜR DEN SUS

Es ist kurz nach 20 Uhr. Pulina erwartet uns in der kleinen Vinca, unweit vom Strand. Ganz leicht ist das Meeresrauschen zu hören. Ein guter Jahrgang Merlot steht auf dem runden Holztisch auf dem Balkon. Angenehme 20 Grad zeigt das Thermometer. Genau richtig für einen Rückblick in Adiletten, kurzer Hose und Shirt. Der Ausblick vom Balkon so überragend wie Pulinas Karriere selbst. Pulina schenkt sich und uns großzügig ein und beginnt in Erinnerungen zu schwelgen.

1997 stellte sich rückblickend als Glücksjahr für den SuS Polsum heraus. Christoph Schachtl, später langjähriger SuS-Kapitän, schleppte ihn in der D-Jugend mit 15 Jahren zum Training. „Der Bolzplatz in Marl in der Siedlung war nichts mehr für mich, ich wollte den Wettbewerb“, skizziert Pulina seinen Weg vom Bordstein zur Skyline. Was niemand weiß: „Peter Kappert hat mich zunächst rausgeekelt. Ein Frechdachs vor dem Herrn. Ein paar Wochen später bin ich aber wiedergekommen und wollte es wissen. Dann hat es gepasst.“ Wahrscheinlich wusste Kappert vom ersten Augenblick an, dass er ein bisschen sticheln muss, um Höchstleistung zu bekommen. Als erster und letzter Trainer von Pulina hat er jedes Recht dazu. Kappert selbst beschreibt die Verhandlungen mit Pulina hingegen so: „Nach dem dreißigsten Probetraining haben wir uns entschlossen in die Transferverhandlungen zu gehen. Von seinem Vater erfuhr ich vom Interesse Hansa Rostocks. Doch letztendlich konnten wir uns durchsetzen. Unser Argument: Wir haben mehr Asche!“

Bis zum Alter von 21 Jahren spielte und trainierte Pulina unter Kappert. Auch seinen Co-Trainer Ralf Wittek hat der Torjäger in Erinnerung. Selbstverständlich. „Er war schließlich der beste Co-Trainer, den ich hatte. Und mein einziger. An dieser Stelle nochmal ein Hoch auf die Adlerträger und Pokalsieger. Die Hesse komme.“ Der Merlot zeigt Wirkung. Seiner Studienzeit in Gießen verdankt Pulina seltene Abschweifungen in den hessischen Dialekt. Eigentlich erst nach mehreren Umdrehungen, doch guter Rotwein macht vieles möglich. Die C- und B-Jugendzeit bezeichnet Pulina als „leschenendär“, Verzeihung, „legendär“. Mit Thomas Jünemann, Ralf und Marian Grobosch gab es zahlreiche Highlights – zum Beispiel die Abschlussfahrten nach Dankern. Wir hüllen den Mantel des Schweigens über sämtliche Ereignisse, die Pulina an diesem Abend zum Besten gibt. Fazit für die Öffentlichkeit: Abschlussfahrten halt.

A-JUGEND – DIE GOLDENE GENERATION

2005. Ein wahrlich goldenes Jahr für SuS. Mit Pulina, Schachtl, Robert Kubitsch, Philipp Oligmüller, Tobias Thierling, Daniel Zimmermann, Christoph Leushacke, Peter Edelhoff – um nur einige Namen zu nennen – fanden sich im letzten Jugendjahr nicht nur richtig gute Kicker, sondern auch richtig gute Kumpels. Eine solche Mischung kann eine Menge Spaß machen und extrem erfolgreich sein. Da spielt es keine Rolle, ob der Gegner aus derselben oder ein paar höheren Ligen kommt. Dass es eine SuS-Jugendmannschaft bis ins Endspiel des Kreispokals schafft, war damals wie heute eine Sensation. Nun ja, damals eigentlich nicht, war die Zuckertruppe unter der Leitung von Peter Kappert doch über Marls Grenzen hinaus bekannt wie ein bunter Hund (hat eigentlich schonmal jemand einen bunten Hund gesehen?). Das Finale gegen die Spvgg. Erkenschwick wurde am Stimberg ausgetragen. Pulina höchstpersönlich netzte zwei Mal und erzielte den zwischenzeitlichen 2:2 Ausgleich. „Der Polsumer Mob ist ausgerastet. Wahnsinn! Wir waren natürlich der absolute Underdog. Aber diese Truppe hat sich niemals einfach so aufgegeben und war extrem schwer zu schlagen. Das beste an dem Tag: Hackl springt ins Netz“, erzählt Pulina angeheitert und kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Letztendlich zog der SuS mit einem 2:5 zwar den Kürzeren, konnte aber mächtig stolz auf sich und seine Leistung sein.

Es folgte sogar ein weiteres Highlight im selben Jahr. Abschlussfahrt nach Malgrat de Mar. Die A-Jugend ist beim traditionellen internationalen Fußballturnier in Spanien mit am Start. Was keiner, nicht einmal Trainer und Spieler selbst, ahnte: die Mannschaft stand auf einmal im Endspiel des Turniers gegen einen Regionalligisten vor 2.000 Leuten. Selbstredend, dass auf einer Abschlussfahrt in Spanien Alkohol konsumiert wird. Es ist schließlich das letzte Jugendjahr mit einer super Truppe. Da darf man sich schon einmal einen hinter die Binde kleben. Ausgerechnet im Endspiel waren dann leider nur 11 Mann spielbereit, auch wegen Krankheit und Verletzungen. Selbst Trainer Kappert konnte wegen Magen-Darm nicht an der Seitenlinie stehen, Tim Jünemann sprang ein. Der Gegner ist natürlich mit 23 Mann zum Finale angereist. Es war klar, wer hier als Sieger vom Platz gehen würde. Auf der einen Seite der Dorfverein, der aus Spaß angetreten ist und von Runde zu Runde über sich hinauswuchs, auf der anderen Seite der Regionalligist, für den ein Turniererfolg nicht mehr bedeutet als für einen Franck Ribery, der dazu aufgefordert werden muss in die Kamera des Vereins-TV zu jubeln. Aber Pustekuchen. Wieder einmal zeigte der SuS, dass er vor Namen nicht zurückschreckt. Bis kurz vor Schluss führte die Truppe nach Pulina-Tor mit 1:0. Im Elfmeterschießen blieb das Glück aus, der Gegner gewann mit 6:5.

„Es war einfach ein richtig geiles Jahr mit den Jungs. Ein würdiger Abschluss aus der Jugend. Insgesamt bin ich drei Mal aufgestiegen im Jugendbereich, richtig gute Erfahrungen. Auch die Sportgemeinschaft mit dem SV Altendorf war sehr lehrreich. Ich habe wahnsinnig viele interessante Menschen kennengelernt – oder kennenlernen müssen. Aber das Schönste ist eigentlich, dass wir auch in den Senioren zusammengeblieben bzw. einige später wieder dazu gestoßen sind. Das macht den SuS ein Stück weit aus.“ Kurze Pause. Merlot ist leer, der hauseigene Weinkeller jedoch prallgefüllt. Pulina öffnet und schenkt abermals großzügig ein. Die Sonne geht langsam unter, das Meer schimmert wie Polsums Köttelbecke in den besten Jahren. Eine Idylle. Ein großer Schluck spült die Worte aus den Jugendjahren herunter. Auf geht’s in das wahre Leben.

13 JAHRE SENIOREN – EINE KARRIERE FÜR DEN SUS

Natürlich hatte Senioren-Trainer Gerd Kedziorra die Spiele der A-Jugend verfolgt. Natürlich wusste er um die Qualitäten von Peter Pulina. Und natürlich zog er ihn schon vorzeitig in die erste Mannschaft – auf Anraten von Gunnar van Geldern. Ehe er sich versah, stand Pulina zusammen mit Tobi Thierling noch als Jugendspieler in der ersten Mannschaft auf dem Platz.
1. Mai 2005. Ein Datum, bei dem andere Spieler aufgrund einer Vorabendveranstaltung ihr Debüt in der ersten Mannschaft verschoben hätten. Wer will es ihnen verübeln. Nicht aber Pulina. „Wir waren den Tag davor beim Tanz in den Mai auf dem Hof Vortmann. Die Partynacht wurde durch das mögliche Debüt am nächsten Tag nicht gerade geschmälert“, erinnert sich der Stürmer. Und das erste Seniorenspiel hatte es in sich. Derby gegen Bertlich zu Hause. Von Beginn an auf dem Platz, zusammen mit Stefan „Litti“ Grabowski, seinerseits eine ebensolche Sturm-SuS-Legende wie es Pulina noch werden sollte. „Die Ansage vom Trainer war klar: Peter, vorne arbeiten! Mehr nicht.“ Wenn es so einfach ist... Pulina netzte zwei Mal, der SuS gewann 4:1. „Guter Einstieg“, sagt Pulina bescheiden.

Mit Trainer Gerd Kedziorra machte Pulina sehr gute Erfahrungen. Ein Trainer der alten Schule, aber immer offen und ehrlich. Zu Beginn der Senioren-Zeit nahm der Stürmer noch eine Doppelbelastung auf sich. Sonntagmorgens ging es erst zum Tennis, dann zum Fußball. „Beim Tennis war ich als letzter nach drei Stunden Spielzeit dran, 7:6 im dritten Satz für die TG Hüls beim TuS Ickern gewonnen, dann ab zum Paschenberg, zur langen Wanne oder an die Villa Brinkmann“, blickt Pulina mit einem Grinsen zurück. Auch mit jungen 20 Jahren ein heftiger Sonntag. Schließlich wurde in beiden Sportarten Höchstleistung eingefordert. „Gerd war darüber natürlich not amused. Ich habe ihm dann angeboten 5 Kilo abzunehmen. Gerd ist in der Mannschaftssitzung am Donnerstag total ausgeflippt. Ich bräuchte doch meinen Hintern für meine Art des Spiels. Das geht so nicht!“ Und wenn ein Kedziorra etwas sagt, tut man gut daran, dem Folge zu leisten. Nach und nach trat der Fußball in den Vordergrund. „Das Tennisspielen hat Kedzi mir ausgetrieben.“ Wahrscheinlich einer der Gründe warum die deutsche Tennis-Elite seit Boris Becker hinterher hinkt

Benedikt Nothelle, Stefan Stabbert, Ludger Saß – Namen, die runter gehen wie Öl. Allesamt beinharte, knielos-genialie und technisch versierte Führungskräfte. „Ich hatte einen super Einstieg in den ersten Jahren als Jungspund. Natürlich haben es mir die Jungs auch leicht gemacht und mich gut aufgenommen.“

RÜCKSCHLÄGE, NIEDERLAGEN, ERFOLGE

Einen persönlichen Rückschlag, der auch den Verein besonders traf, musste Pulina am 7. Oktober 2007 hinnehmen: Kreuzbandriss. „Natürlich war das scheiße. Draußen zu stehen und nicht eingreifen zu können wünscht man keinem“, sagt Pulina. Doch Polsums Sturmtank hat sich zurückgekämpft und vor allem nicht zu früh mit dem Sport wieder begonnen. „Außer dieser Geschichte bin ich recht verletzungsfrei durchgekommen. Mit Oberschenkeln wie Roberto Carlos schafft man das auch besser als mit Glasknochen.“ Kaum beendete Pulina dieses Satz, griff er zum Glas Wein, setzte an, stoppte kurz vor dem Schluck. „Wie heißt ein Spanier ohne Auto?“ Natürlich kennen wir die Antwort, zucken aber trotzdem mit den Schultern und wollen Pulina den Spaß gönnen. „Car los!“ Pulina lacht, wohlwissend, dass es sich um einen richtig guten schlechten Witz handelt. „Mann, der Merlot ist spitze“, suggeriert der Stürmer, dass seine Vorliebe für mäßige Gassenhauer dem Alkohol zuzuschreiben ist. Wir lachen mit. Irgendwie ist es ja doch lustig.

Zu lachen hatte Pulina in seiner Fußballzeit viel. Schließlich hat er Erfolge vorzuweisen, von denen andere Kreisliga-Kicker träumen. Dazu gehört zum Beispiel der Aufstieg 2008 als Zweitplatzierter hinter Westerholt. „Ich weiß es noch, als wäre es schon 10 Jahre her. Doppelpack Schachtl in Bossendorf im alles entscheidenden letzten Spiel. Geil, einfach nur geil!“ Das Schöne an diesem Aufstieg war die Tatsache, dass fast dieselbe Mannschaft dabei war, die im Jahr zuvor noch aus der A-Liga abgestiegen ist. Auch im WM-Jahr 2014 konnte der SuS einen Erfolg für sich verbuchen. Nach kurzem B-Liga-Aufenthalt stieg die Mannschaft ungeschlagen wieder auf. Pulina wurde mit 30 Toren in der Saison einmal mehr zu einem der wichtigsten Spieler. „Das Highlight kam aber erst am letzten Spieltag. Da haben wir Sythen 13:0 weggehauen, Ralf Wittek mit der Nummer 10 sorgte für das 10:0. Alle sind auf den Platz gerannt und haben mit ihn gefeiert. Sensationell! Grandios, ein Adlerträger halt.“

ZEIT FÜR DIE NÄCHSTE PULINA-GENERATION

Für Pulina sollte es der letzte Aufstieg in der aktiven Laufbahn sein. Die Schuhe hängen nun am Nagel. Wohl verdient und aufrichtig. „Lebbe geht weider“, würde Dragoslav Stepanovic sagen. Pulina formuliert es anders, voller Stolz.
„Ich bin mir all die Jahre immer treu geblieben. Freundschaften und soziale Kontakte waren mir immer wichtiger als Uli Hoeneß oder der Cranger Kirmes Cup am Schloss Strünkede“, zeigt sich Pulina ehrlich. Melancholie setzt ein, kurze Pausen zwischen den Sätzen. Die Momente des Zurückblickens sind voller Dankbarkeit. „Der SuS war und ist immer meine sportliche Heimat. Ich hatte nie einen Gedanken an einen Wechsel. Auch finanziell war mir das völlig egal. Beim SuS wurde in Naturalien ausgezahlt, vertraglich wurde einiges mit einer Currywurst fixiert“, macht Pulina keinen Hehl daraus, auch Angebote von anderen, höherklassigen Vereinen gehabt zu haben. „Die Gespräche mit dem SuS sind mit allen immer offen und ehrlich gewesen. Von Oppa Eiterich über Peter Thierling bis Kalli Seyer. Bitte weiter so!“

Ab sofort ist Pulina erst einmal auf Standby für die erste Mannschaft. „Jetzt hat die Familie höchste Priorität. Den kleinen Linus aufwachsen sehen ist das Wichtigste. Natürlich bleibe ich dem SuS auch in den nächsten Jahren erhalten, ob erste oder zweite Mannschaft, alte Herren oder F-Jugend. Ich werde etwas finden und dem SuS in welcher Form auch immer treu bleiben.“

Peter, für 21 Jahre alles für den Verein geben, 269 Senioren-Tore, Ansprechpartner und Vorbild sein für Jung und Alt, Aufstiege, Abstiege, Endspiele und große Treue möchten wir dir von Herzen danken. Die SuS-Familie freut sich, dich in den kommenden Jahren weiter beim SuS zu haben.

Mittlerweile ist es kurz vor Mitternacht. Die letzte Flasche Merlot wurde geleert. Nach vier Stunden exklusiven Einblicken und Anekdoten in das Fußballerleben des Peter P. ist es an der Zeit Adieu zu sagen. Das letzte große Interview des Messi der Kreisliga. Die letzten Worte gehören ihm selbst:
„Es war mir eine Ehre das Trikot vom SuS so lange getragen zu haben. Gerne habe ich jahrelang soviel Herzblut für den SuS auf dem roten Rasen gezeigt, Rotz und Wasser geschwitzt und Staube ohne Ende inhaliert.

Glück Auf, Zeche im Breil, Schacht 1927!“ 

 

PULINA UND HEITKAMP SAGEN ADIEU 

              4:1 SIEG ÜBER GAHLEN II

Die erste Mannschaft hat am vergangenen Sonntag mit einem 4:1 (1:0) Sieg gegen TuS Gahlen II einen versöhnlichen Heimspielsaisonabschluss gefeiert. "Wir haben wieder einmal gesehen zu was die Jungs in der Lage sind. Das war ein super Spiel der Jungs", so Trainer Kappert. Die Tore für den SuS erzielten Torben Mengede, Miguel Fahrenhorst, Alex Krummnow und Johannes Wessels.

Spätestens mit dem Schlusspfiff standen jedoch zwei Akteure im Mittelpunkt, die lange Jahre für den SuS die Knochen hingehalten haben und nun ihre Schuhe an den Nagel hängen. Die Tormaschinen Peter Pulina und Matthias Heitkamp treten nach der Saison kürzer und werden nur noch bei personellen Engpässen infrage kommen (Anm. d. Red.: beide werden also sicherlich auf eine zweistellige Anzahl Saisonspiele im nächsten Jahr kommen). Beide wurden nach dem Spiel für ihre langjährigen Dienste geehrt.

Für Matthias "die weiße Kobra" Heitkamp ist es bereits der zweite Abschied vom SuS. Einen entsprechenden Abschiedsbericht hat es natürlich schon gegeben. Trotzdem ergreifen wir die Chance, um noch einmal Danke zu sagen. Trotz des wohl endgültigen aktiven Karriereendes hoffen wir, dass Heitkamp auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie steht und als Zuschauer die Jungs unterstützt. Mattes, für jahrelanges Knochenhinhalten, Tore schießen, niemals aufgeben und Erfahrung weitergeben möchten wir dir im Namen des Vereins danken. Ein Vorbild auf und neben dem Platz! Auf dass wir dich als Supporter noch lange bei uns halten können!

Für Pulina hingegen wird der Abschied eine einmalige Sache sein – einen Vereinswechsel schließt die Sturmlegende, die seit 1997 die Schuhe für den SuS schnürt, kategorisch aus. Selbstverständlich wird Pulina in den kommenden Tagen noch mit einem ausführlichen Bericht gewürdigt.

Ein letztes Spiel werden beide am kommenden Sonntag noch bestreiten. Dann geht es für den SuS beim Saisonkehraus zum FC Marl II. Anstoß an der Hagenstraße ist um 13 Uhr.

Bis dahin, schöne Restwoche!

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